Erinnerungscollage

Konzept der Erinnerungsstücke

Die Aufgabe Erinnerungenbilder Dritter deckungsgleich künstlerisch so umzusetzen, dass der sich der Erinnernde darin 'zu Hause' fühlt, ist schlichtweg unmöglich. So legte die Illustratorin Silvia Wagner folgendes Konzept zugrunde. Sie nahm "Erinnerungsfetzen" wie die Fotos unserer Kundin, die die damalige Wirklichkeit genau abbilden und fügte diese als Collage in ihre Illustrationen, die sich wiederum am Erzählten orientieren.

Diesen Stil kann man nach Absprache auch für alle anderen Chroniken aus der Manufaktur anfertigen lassen.
Textbeispiel  unserer Kundin, Ihre Erinnerung an die Kindheit in einem Bilderbuch, ein Geschenk für die Kinder und Enkel:

Bild 1 oben in der Fotoleiste) „Komm nur herein, Kathinka, ich habe dich schon erwartet. Es ist dämmrig in der Diele, deine Augen werden sich erst daran gewöhnen müssen. Der Steinboden spendet im Sommer Kühle und wird im Winter zur spiegelblanken Eisbahn. Schau mal, die alten Bilder an den Wänden, die zwei dort drüben gefallen mir besonders. Sie heißen „Lotte“ und „Die Suppentaufe“.
Das waren sie also - meine Lieblingsbilder.

Nur wenige Möbel stehen hier: Ein wackliges Korbtischchen und ein uralter Schaukelstuhl. „Kann ich mal schaukeln ?“ „KIar, Kathinka, aber nicht so wild, wie ich damals. Zweimal musste mein Opa den Stuhl wieder zusammennageln. Also, sei vorsichtig!“

Bild 2 oben in der Fotoleiste) Wie sagte Opa immer: "Na, mein Mädchen, möchtest du etwas Speise ? Sie steht hinten, in der guten Stube. Nimm dir nur soviel du möchtest." Wer konnte da widerstehen?  Säuerliche Grütze und sahnige Vanillesoße, das war einfach und doch so köstlich ! Oft nahm ich meine Speise mit hinaus in den Garten. Auf der Bank am kleinen Rasenplatz ließ ich es mir schmecken. Lottchen, Omas Hauskatze, saß neben mir, bekam ihren Anteil von der Soße und schnurrte wohlig – Katzen sind echte Genießer.

Bild 3 oben in der Fotoleiste) „Was frühstückten die Großeltern denn nun ?“ „Opa aß mit Vorliebe Butterbrötchen mit Honig, dazu heiße Milch in einer altgoldenen Tasse. Gern brockte er die weiche Krume in die süße Milch, was ich gar nicht mochte. Milch fand ich einfach grässlich! ... Nun los, Kathi, auf geht’s. Das wichtigste bei diesem Ausflug dürfen wir natürIich nicht vergessen: Himbeersaft, eine große Flasche voll, und für jeden ein Butterbrötchen, falls wir unterwegs Hunger kriegen."

Bild 4 oben in der Fotoleiste): „Warum heißt die Schwarze Küche eigentlich so ?" Na ja, Kathinka, ich glaube, weil sie so dunkel und verräuchert ist. Es gibt keine Fenster, nur einen großen Abzug durch den die Koch- und Bratdünste abzogen.